Modus:
 

Verstehen kann man das Leben 
oft nur rückwärts, 
doch leben muss man es vorwärts.

(Sören Kierkegaard)

Systemische Paartherapie und Paarberatung

Weiterbildungsinhalte

In den einzelnen Seminaren erfolgt grundsätzlich ein lebendiger Wechsel zwischen Theorie und Praxis mit folgenden Elementen:

Theoretische Inputs, Anwendungsübungen, Supervision mitgebrachter Praxisfälle, Selbstreflexion in Bezug auf die eigene Paar- und Beziehungserfahrung.

Systemtheoretische und konstruktivistische Ansätze sowie systemtherapeutisches Wissen bilden das Fundament dieser Weiterbildung,  werden als Basiswissen der Teilnehmenden vorausgesetzt und darauf aufbauend aufgefrischt und vertieft.

Das paartherapeutische Konzept, das der Weiterbildung zugrunde liegt, bezieht neben dem aktuellen gegenwärtigen Kontext des Paares auch deren Vergangenheitserfahrungen und ihre Zukunftsperspektiven mit ein. 

Die Weiterbildungsinhalte sollen
  • sensibilisieren für die Implikationen der therapeutischen Triade,
  • helfen, ein klares Verständnis der eigenen Rolle als TherapeutIn oder BeraterIn zu erarbeiten,
  • einen Zugang und ein Training von öffnenden Dialogen als zentrales Arbeitsmittel ermöglichen,
  • eine Haltung von Respekt und Unvoreingenommenheit gegenüber KlientInnen sowie von Interesse und Wertschätzung gegenüber deren bisherigen Strategien vermitteln,
  • die Fähigkeit für den Kontakt und die Begegnung mit den Paaren schulen,
  • ein Spektrum von Interventionen, Techniken und kreativen Methoden vermitteln.

Neben dem umfassenden systemischen Bezugsrahmen fließen in die Weiterbildung und das paartherapeutische Konzept Ideen, Haltungen und Impulse aus körpertherapeutischen Modellen, aus alter Tradition der Achtsamkeitsphilosophie (Sensory Awareness) sowie aus den Potenzialen des nicht-choreografierten Paartanzes (Tango Argentino) ein.

Inhaltliche Schwerpunkte:
  • Paare als soziale Systeme
  • Paare als Sinn- und Kommunikationssysteme
  • (Liebes-) Geschichten neu erfinden und/oder erzählen
  • Unterscheidung von Liebesbeziehung und Partnerschaft
  • Kybernetik 2. Ordnung und die therapeutische Triade
  • die zentralen Konfliktmuster und Konfliktdynamiken des Paares
  • Dynamik von Geben und Nehmen, innere Kontenführung und andere marktwirtschaftliche Aspekte von Paarbeziehungen
  • Unterscheidung und Abgrenzung: Paarebene und Elternebene
  •  „Unerledigtes aus der Herkunftsfamilie“ - Mehrgenerationenperspektive und Genogrammarbeit
  • lebenszyklische Aspekte von Paarbeziehungen: „natürliche Krisen“
  • Sexualität und sexuelles Begehren in der Dauerbeziehung
  • „Untreue zum Partner als Treue zu sich selbst?“ Außenbeziehungen und sonstiges Drittes
  • Sehnsuchtsdilemmata: Sehnsucht nach Intimität und Verschmelzung bei gleichzeitiger Sehnsucht nach Autonomie und Unabhängigkeit
  • Macht, Ohnmacht und Kontrolle - Gewalt in Paarbeziehungen
Methodische Schwerpunkte:
  • Externalisierungsgespräche
  • Fragen über Fragen
  • erlebnisintensive Methoden und Übungen mit Paaren
  • körperorientierte Vorgehensweisen als Zugang zur unbewussten Dynamik- und Ressourcenebene des Paares
  • Skulptur- und Aufstellungselemente
  • Arbeit mit Ritualen
  • ressourcenorientierte Hausaufgaben bzw. Experimente
  • Stärkung der BeraterInnenpersönlichkeit durch Übungen zu Wahrnehmung, Kontakt, Bezogenheit und Ausdruck

Anmeldung