Und was sagt das Bauchgefühl?
Der Umgang mit Ambivalenzen im Zwangskontext Jugendamt und seinen Auftragnehmenden

Nicola Fricke

In Jugendämtern werden tagtäglich zum Teil weitreichende Lebensentscheidungen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern getroffen. Die Verantwortung der Mitarbeitenden für den Verlauf des weiteren Lebens ihres Klient*innensystems ist immens und nicht immer sind diese Entscheidungen klar. Manchmal sind es Kolleg*innen, die eine andere Meinung vertreten und damit für Verunsicherungen bei der zuständigen Fachkraft sorgen. Oder die Vorgesetzten, die partout die gefundene und erfolgsversprechende Maßnahme nicht genehmigen wollen, weil Kosten gespart werden müssen und erst einmal anderes ausprobiert werden soll. Es werden Aufträge an Einrichtungen oder ambulante Helfende vergeben, die aus der Mitarbeiter*innenperspektive oder der Sicht der Klient*innen keinen Sinn machen und trotzdem, meist mit Druck, umgesetzt werden. Es kann zu inneren „Kämpfen“ um das Klient*innensystem kommen, die den Arbeitsalltag belasten und die Stimmung im Feierabend dominieren.

Wie gehen wir mit diesen Herausforderungen um? Wohin packen wir all die „unguten“ Gefühle? Darf sich das Helfer*innensystem hilflos fühlen?
Diesen Fragen gehen wir in dem Seminar nach. Wir üben, wie Sie trotz der Umstände Ihr persönliches Potential entfalten und im Arbeitsalltag entspannt bleiben können. Wir proben anhand von praktischen Beispielen den Umgang mit Ambivalenzen. Mit Hilfe von Quick-Yoga- und Fokussierungsübungen für das Büro und zwischendurch werden Wege zur Selbstfürsorge, Klarheit und Entspannung im Arbeitsalltag Jugendamt und seinen Auftragnehmenden aufgezeigt.

Das Seminar richtet sich an alle Jugendamtsmitarbeiter*innen, ausführenden Kräfte in stationären Einrichtungen und ambulant Helfenden.

TerminZeiten & Kosten
03.–04.09.2021Zeiten:
1. Tag 09:00 bis 18:00 Uhr
2. Tag 09:00 bis 17:00 Uhr

Kosten:
€ 280,-

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