Systemische Basisweiterbildung für Studierende und Berufseinsteiger*innen

Leitung: Ute Sauerzapf und Dagmar Mihr

Ziele der Weiterbildung

Diese zweijährige systemische Beratungsweiterbildung ist konzipiert für Studierende und Berufseinsteiger*innen aus allen Studiengängen der Humanwissenschaften.
Systemische Konzepte bieten für unterschiedliche Grundberufe des psychosozialen und pädagogischen Bereichs bis hin zur Personal- und Teamentwicklung ein reiches Repertoire hilfreicher Ansätze für das Verstehen und das berufliche Handeln. Systemisches Denken und Handeln hat sich mehr und mehr durchgesetzt und wird auch für Ihre zukünftige berufliche Praxis eine enorme Bereicherung darstellen.

Mit unserem Weiterbildungsangebot haben Sie schon als Studierende die Möglichkeit, solide systemische Grundlagen zu erwerben und praxisorientiert Kommunikationstechniken und beraterische Kompetenzen zu entwickeln.

Wir bieten Ihnen damit eine Qualifizierungsmöglichkeit, die Ihre Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt steigert und gleichzeitig Ihre Berufszufriedenheit schon zum Berufseinstieg fördert.

1. Weiterbildungsabschnitt

Grundlagenkurs (für Studierende)

Im Fokus unseres Grundlagenkurses steht die Entwicklung systemischer Beratungskompetenzen. Wir vermitteln praxisorientiert alle relevanten systemtheoretischen Ansätze, ihre historischen Wurzeln sowie die zentralen Entwicklungslinien der systemischen Beratung. Sie lernen die vielfältigen Konzepte und Methoden systemischer Praxis für Beratung, Therapie und Pädagogik kennen und anzuwenden. Die theoretischen Grund lagen werden sowohl durch Selbsterfahrungs- als auch durch Beratungsübungen und Rollenspiele erlebbar.

1. Seminar: Systemisch?“ Was ist das denn?

Systeme und Subsysteme, Genogrammarbeit, verschiedene Wirklichkeiten, Lösungs- und Ressourcenorientierung.

2. Seminar: „Vom Unterschied, der einen Unterschied macht”

Historische Grundlagen, Konstruktivismus, Reframing, wertschätzende Konnotation

3. Seminar: „Wer fragt, der führt”

Auftragsklärung, Kontrakt, Systemische Gesprächsführung: Fragen, Kommentare, zirkuläres Fragen

4. Seminar: „Abschied von der Objektivität”

mit Selbsterfahrungstag: „Meine Familie und ich”
Lehrseminar: Glaubenssätze, Umgang mit Leitbildern, Mythen und Tabus

Selbsterfahrungstag:

Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der Herkunfts- und/oder Gegenwartsfamilie

5. Seminar: „Wie bin ich unterwegs?”

Ethische Grundsätze, Haltung, Neutralität, Prozessorientierung, Hypothesenbildung (Teil 1)

6. Seminar: „Mit wem hab ich es zu tun?“

Virginia Satir, Beziehungsgestaltung, Zirkularität, Kybernetik 1. und 2. Ordnung

7. Seminar: „Blick aufs Ganze”

mit Selbsterfahrungstag: „Meine Familie und ich”
Lehrseminar: Systembrett, Visualisierung, Skulptur-Arbeit

Selbsterfahrungstag:

Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der Herkunfts- und/oder Gegenwartsfamilie

8. Seminar: „Es könnte so oder anders sein”

Kreative Methoden, Interventionsmöglichkeiten, die Wunderfrage, Kommentare, Hypothesenbildung (Teil 2), Reflecting Team

9. Seminar: „Ein bisschen systemisch gibt es nicht”

Systemische Haltung und eigene professionelle Persönlichkeit, Abschluss von Beratungsprozessen

2. Weiterbildungsabschnitt

Qualifikationskurs (für Berufseinsteiger*innen)

Im zweiten Jahr der Weiterbildung, zum Berufseinstieg, haben Sie die Möglichkeit, das eigene systemische Arbeiten intensiv zu reflektieren und einzuüben. Mit Hilfe von Falldarstellungen, Videoaufzeichnungen oder Live-Supervisionen werden Sie praxisnah Ihr systemisches Wissen vertiefen.
Um dies optimal zu gewährleisten, schaffen wir dafür eine vertrauensvolle Lernumgebung in angemessener Gruppengröße. Die Auseinandersetzung mit Ihren eigenen neuen Erfahrungen erhält bei uns nicht nur Zeit, sondern auch einen geschützten Raum.

Neben der Fallorientierung bieten wir Ihnen in diesem Ausbildungsabschnitt auch Gelegenheit, sich mit Ihren Fragestellungen zu beruflichen und persönlichen Veränderungsprozessen auseinander zu setzen.
Die Kursleitung bleibt bei den beiden vertrauten Lehrtherapeutinnen des Grundlagenkurses.

Wir sind anerkanntes Mitgliedsinstitut der Systemischen Gesellschaft (SG) und somit den hohen Qualitätsstandards sowie Ethikrichtlinien der SG verpflichtet und nach den Weiterbildungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemaufstellungen (DGfS) anerkannt.