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Systemisch-integrative Traumapädagogik

Weiterbildung Systemisch-integrative Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung – Schwerpunkt Traumapädagogik

Leitung: Cornelia Götz-Kühne und Ulrike Reddemann
unter Mitwirkung von Evelyn Heyer, Gerald Möhrlein, Jonas Prill und Nadja Ritter

Die Arbeit mit traumatisierten Menschen stellt Fachkräfte in psychosozialen, pädagogischen oder medizinischen Berufsfeldern vor große Herausforderungen und führt nicht selten bis an die Grenzen der Belastbarkeit.

Mit unserer Weiterbildung Systemisch-integrative Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung bieten wir Ihnen fundierte fachliche Grundlagen und Konzepte, um traumatisierte Menschen professionell, lösungs- und ressourcenorientiert unterstützen zu können.

Traumatisierende Erfahrungen wie psychische, körperliche und sexuelle Gewalt, Unfälle, schwere Erkrankungen, Verlust- oder Vernachlässigungserfahrungen hinterlassen bei betroffenen Menschen oft schwerwiegende psychische und körperliche Probleme. Sie leiden unter Ängsten, Vermeidungsstrategien, Depressionen oder entwickeln selbstschädigendes Verhalten. Oft können die Verhaltensweisen von den Betroffenen selbst, aber auch von Fachkräften, nicht erklärt oder nachvollzogen werden. Das führt auf beiden Seiten zu Gefühlen der Unsicherheit, Hilflosigkeit und Überforderung. Das Bewusstsein und das Wissen, wie sich traumatische Erlebnisse lebenslang auswirken können, gewinnt deshalb in sozialen Berufen eine immer größere Bedeutung.

Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen bietet die Weiterbildung Systemisch-integrative Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung fundiertes Wissen und praxistaugliche Handlungsstrategien für den Umgang mit traumatisierten Menschen.

Das Besondere des Curriculums

  1. Schwerpunktsetzung liegt auf der Integration vielfältiger Methoden der Stabilisierung und Resilienzförderung aus systemischen und hypnosystemischen Verfahren, der ressourcenorientierten und kognitiven Verhaltenstherapie, der psychodynamisch-imaginativen Traumatherapie und körperorientierten Verfahren auf der Grundlage einer Haltung von Wertschätzung im pädagogischen Prozess der Begleitung von Menschen mit Traumafolgestörungen.
  2. Grundhaltungen traumasensibler Arbeit (Wertschätzung, Transparenz, Mitgefühl, Anerkennung von Expertenschaft der Klient:innen, u.a.) sind die Basis unserer methodischen Vorgehensweisen.
  3. Das Zertifikat für die Zusatzqualifikation Traumapädagogik/Traumafachberatung mit Schwerpunkt Traumapädagogik oder/und Schwerpunkt Traumafachberatung der DeGPT/ Fachverband Traumapädagogik e.V. wird nach Erfüllung aller Voraussetzungen zum Abschluss des Curriculums vergeben.

Modul 1

Einführung in die Psychotraumatologie: Geschichte, Hintergrund und Behandlung von Traumafolgestörungen  – Grundlagen und Grundstrategien in der Traumapädagogik, Grundhaltungen in der Beziehungsgestaltung, Vermittlung von grundlegenden Stabilisierungstechniken, Resilienzförderung, Traumapädagogische Diagnostik.

Modul 2

Reflexion der eigenen beruflichen Rolle in Bezug auf Biographie und Gegenwart, Entstehung und Auswirkung eines Bindungstraumas, Trauma und Gewalt, insbesondere sexuelle Traumatisierung, traumaspezifische Krisenintervention bei dissoziativen Zuständen.

Modul 3

Soziale Stabilisierung, Voraussetzungen und Möglichkeiten interaktioneller Elemente der Stabilisierung, traumaspezifische Kriseninterventionen in Institutionen und Schule, notwendige institutionelle Bedingungen. Dissoziationsstopps im pädagogischen Alltag.

Modul 4

Traumaverarbeitung und Integration in pädagogischen Kontexten, Unterschiede der Traumaarbeit in Psychotherapie, Beratung und pädagogischen Arbeitsfeldern, Unterstützung und Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse, Umgang mit selbstschädigendem und suizidalem Verhalten.

Modul 5

Psychische Stabilisierung, Komplextrauma, Möglichkeiten der traumaspezifischen Arbeit mit verletzten und verletzenden Anteilen auf der inneren Bühne, Stabilisierungsarbeit mit komplex traumatisierten Menschen, Affektregulation.

Modul 6

Traumapädagogisches Vertiefungsseminar

Mit speziellen Schwerpunkten wie traumapädagogischer Gruppenarbeit, traumasensibler Elternarbeit, bindungs- und beziehungsorientierter Pädagogik sowie transgenerationale Traumatisierung und aktuell relevante Themen.